Scheitholz-Sägeböcke im Praxistest

Brennholz einschneiden - sicher, genial, und einfach!

Herbstzeit - jetzt findet man in Gartenzentren und Baumärkten allerorts wieder Ausstellungen zum Thema „Brennholz machen“. Äxte, Bekleidung und Motorsägen werden auf klappbaren, so genannten Holzsägeböcken, ausgestellt. Zu Hause kommt dann meistens die Ernüchterung, der neue Bock wackelt nicht selten unter dem hohen Gewicht der Brennholzscheite. Konstruktionsbedingt befinden sich die Holzbauteile nahe am zu sägenden Holz, was beim versehentlichen Kontakt mit der Sägekette den schnellen Verschleiß des Sägebocks zur Folge hat. Ganz zu schweigen von der mühseligen Arbeit und den langen Leerlaufzeiten der Motorsäge, wenn der Sägebock be- und entladen wird.

Richtig gefährlich wird es dann, wenn leichte Holzscheite oder Rundhölzer geschnitten werden sollen. Durch die Ziehkräfte der Motorsägenkette können im schlimmsten Fall die Hölzer dann in eine Rotationsbewegung gelangen. In der Folge können so sehr gefährliche Arbeitssituationen entstehen.

Deutlich besser beraten ist der Brennholzmacher mit einem Scheitholz-Sägebock. In diese praktischen Helfer werden gleich mehrere Meterstücke auf einmal eingelegt und mit einem Serienschnitt zerteilt. Laut Hersteller erfolgt die Arbeit mit deren Produkten schneller und einfacher als mit herkömmlichen Holzsägeböcken. Zudem werben die Hersteller mit kürzeren Motorsägenlaufzeiten.

Das wollten wir natürlich genau wissen und haben zwei geniale Scheitholz-Sägeböcke für Sie getestet. Der Speedock, bekannt aus der TV-Werbung, sowie der Stockinger Scheitholz-Sägebock, beeindrucken durch jeweils pfiffige Konstruktionen.

Produktvorstellung

Speedbock - Scheitholzsägebock

Der Speedbock wird aus verzinktem und pulverbeschichtetem Stahlblech in verschraubter Elementbauweise gefertigt. Der relativ leichte und handliche Scheitholzbock glänzt mit exzellenter Verarbeitung und beeindruckt uns auf Anhieb mit seiner professionellen Konstruktion. Wir testen die 3er-Variante, d.h. das ein 1-Meter langes Holzstück in 33 cm lange Scheitholzstücke eingeschnitten wird. Ebenfalls lieferbar ist eine 4er-Variant, mit der dann 25 cm lange Holzstücke produziert werden können. Optional bietet der Hersteller den Speedbock auch in einer Edelstahl-Variante an.

Aktuell bietet die Fa. Kovac Metallteile in einer Herbstaktion (November 2013) den hier vorgestellten Speedbock zum Preis von 149,- Euro bzw. 189,- Euro (zzgl. Versand ) für die 4er Ausführung an.

Stockinger Scheitholz-Sägebock

Der Stockinger Scheitholz-Sägebock wird komplett aus Fichten-Leimholz gefertigt und kommt ohne Schrauben oder sonstigen Metallteilen für die Montage aus. Mit CNC-gefrästen, hochwertigen Schwalbenschwanz-Verbindungen kann der aus 11 Einzelteilen bestehende Sägebock in 3-4 Minuten zusammengebaut werden. Auch dieser Scheitholz-Sägebock ermöglicht durch seine Konstruktion die Herstellung von 33 cm langen Scheithölzern. Eine Variante für kürzere Holzlängen wird nicht angeboten.

Der Stockinger Scheitholz-Sägebock wird zum Preis von 239,- Euro vom Hersteller Stockinger zzgl. Versandkosten in Höhe von 19,80 Euro (wegen des hohen Gewichts) angeboten.

Speedbock

Lieferumfang & Montage

Der Speedbock wird in einem Karton komplett mit dem erforderlichen Montagematerial geliefert. Wir entnehmen der ordentlichen Verpackung insgesamt 19 nochmals einzeln in Folie gewickelte Einzelteile. Alle Bauteile sind aus verzinktem Stahlblech qualitativ hochwertig hergestellt. Zusätzlich sorgt eine Pulverbeschichtung für dauerhaften Schutz. Selbstverständlich liegt eine Betriebsanweisung mit Montagehinweisen dem Produkt bei. Nach einem Blick in die etwas sparsam bebilderte Montageanleitung ist dem Praktiker aber dennoch schnell klar, was zu tun ist. Wir beginnen mit der Montage der Grundplatte, hier müssen die Buchen-Holzteile zunächst montiert werden.

Die beiden kurzen Holzplatten, die auf die Grundplatte aufgeschraubt werden, sollen verhindern, dass die Säge später beim Durchtrennen der Hölzer nach unten hin Kontakt mit der Stahlblechkonstruktion bekommt. Der Konstrukteur hat hier sehr weit mitgedacht. Unserer Ansicht nach ist es durch den großen Abstand zur Grundplatte hin selbst ungeübten Motorsägenführern möglich, dass Holz ohne die Gefahr einer Berührung der Sägenkette mit den Metallteilen zu durchtrennen. Aber gut, dass für alle Fälle die Holzplatten da sind.

Wir legen unser Werkzeug, bestehend aus einem Imbusschlüssel, zwei Maulschlüsseln und einer Ratsche mit 10er und 13er Steckschlüssel zurecht und legen los. Bei der Montage fällte uns schnell die hohe Stabilität des Speedbocks auf. Um diese zusätzlich zu erhöhen, sollen gemäß Herstellerangaben die Rungenpaare mit der unteren Diagonalplatte wechselweise montiert werden. Gut das wir das rechtzeitig gelesen haben.

Nach ungefähr 35 Minuten haben wir den Speedbock montiert. Hier sei dann auch gleich der Hinweis erlaubt, dass diese Montagezeit und die vielen Schrauben eine Montage bzw. Demontage vor und nach jedem Einsatz unserer Meinung nach eher ausschließt.

Fotostrecke "Lieferumfang & Montage"

Technische Daten

Die Außenmaße des Speedbock betragen: Länge 100 cm, Höhe 100 cm und Breite 30 cm. Die Buchenhölzer unter der Grundplatte sind 90 cm lang, daraus ergibt sich eine Standfläche von 90 cm x 100 cm für den Speedbock.

Die lichte Weite der Holzrungen beträgt 26 cm, die effektive bzw. lichte Stapelhöhe 67 cm. Bei einer angenommenen Holzlänge von 100 cm ergibt sich also ein Rauminhalt von 0,174 Kubikmetern bzw., da das Holz ja geschichtet wird, können in einem Arbeitsgang 0,17 Raummeter Holz verarbeitet werden.

Das Holz liegt 30 cm über der Grundplatte auf den Zwischenböden auf. Der Abstand reicht, wie oben bereits erwähnt, um mit der Säge problemlos alle Hölzer sicher durchtrennen zu können.

Was das Gewicht angeht, überzeugt der Speedbock ebenfalls. Mit insgesamt 17 Kilogramm Gewicht lässt er sich problemlos manipulieren bzw. auch von einer Person auf einen Anhänger verladen.

Fotostrecke "Technische Daten"

Der Speedbock im Praxistest

Speedbock im Praxistest

Für den Test haben wir gut abgelagertes Buchen-Scheitholz (gespalten und 1-Meter lang) ausgewählt. Mit dem Sappi bestücken wir den Speedbock so, dass die Hölzer überwiegend mit der Spaltfläche nach außen, also gegen die Rungen, gelagert werden. Wir beginnen in der untersten Lage mit relativ starken Spaltstücken. In der Mitte lagern wir eher dünne bzw. ungespaltene Hölzer, die nach oben hin wieder mit gröberen Stücken abgedeckt werden.

Das Holz wird bündig mit der Grundplatte eingelegt und regelmäßig alle 3-4 Holzscheite mit leichten Sappischlägen zusammengestaucht. Dadurch verfestigen wir die Holzscheite, so das sie sich beim nachfolgenden Sägevorgang weniger bewegen. Vor allem die letzten beiden Scheite oben versuchen wir möglichst bewegungfrei einzubringen. So verhindern wir, dass sich das Holz beim ersten Kontakt mit der Motorsägenkette aufstellt.

Wir markieren die Stelle, an der die Säge nachher angesetzt werden soll, mit einem Zollstock und einem Markerstift. Das ist zwar nicht unbedingt nötig, bringt aber sehr gleichmäßige Holzlängen hervor.

Video - Der Speedbock im Praxistest

Los geht's mit der Sägearbeit! Die Säge zieht mit genügend Abstand zu den Stahblechrungen durch das Holz. Die Führungsschiene unserer Motorsäge ist mit 38 cm Schnittlänge optimal geeignet, selbst eine kürzere Schiene mit z.B. 32 cm Länge wäre ausreichend dimensioniert.

Die etwas längere Führungsschiene hat den Vorteil, dass der Umlenkstern auf der anderen Seite deutlich vorsteht. Das vermeidet während der Sägearbeit den gefährlichen Kick-Back-Effekt, gemeint ist damit das plötzliche hoch- bzw. zurückschlagen der Säge. Zwar kann es bei der Sägenarbeit schon mal sein, dass eines der Hölzer den Schnitt zumacht und die Säge kurz stockt. Das aber passiert bei anderen Scheitholzböcken und den Eingangs erwähnten, klappbaren Holzsägeböcken ebenso und ist eher systemisch zu verstehen. Zu keinem Zeitpunkt kam es bei unserem Test zu einer gefährlichen Situation. Im Gegenteil! Da hier niemand die Hölzer festhalten muss, arbeitet man mit dem Speedbock sehr sicher.

Nach etwas mehr wie einer Minute sind die 10 jeweils 1-Meter langen Buchenholzstücke auf handliche 33 cm eingeschnitten. Die fertigen Ofenholzlängen liegen fest zwischen den Rungen und können nun bequem aus dem Speedbock entnommen und weiterverarbeitet bzw. abtransportiert werden. In unserem Test ergab eine Füllung mit jeweils 10 - 12 Holzstücken nach dem Einschneiden immer genau eine Schubkarre voll mit fertigem Ofenholz. Mit zwei Personen und zwei Schubkarren kamen wir so auf eine Leistung von über 2 Raummetern ofenfertiges Holz pro Arbeitsstunde.

Fotostrecke "Der Speedbock im Praxistest"

Fazit

Uns hat der Speedbock voll und ganz überzeugt. Die Buchenscheite ließen sich schnell, sicher und zudem in bequemer Arbeitshöhe einschneiden. Die Konstruktion des Speedbocks ist sehr stabil, die Rungen halten durch ihre gekantete Form zuverlässig die Holzscheite fest und verbiegen sich auch bei schweren Hölzern zu keinem Zeitpunkt. Die Standsicherheit ist selbst auf unserer leicht geneigten Wiese optimal. Einzig die Montage ist etwas zeitaufwendig. Dieses Manko relativiert sich aber schnell wieder, da der Speedbock in montiertem Zustand gut von einer Person transportiert werden kann. Alles in allem also ein sehr professionelles Produkt, welches die Standard-Holzsägeböcke bei weitem übertrifft.

Stockinger Scheitholz-Sägebock

Lieferung & Montage

Wir staunen nicht schlecht, als der Postbote und zwei große Pakete vor die Tür stellt. Beim Abtransport wird auch schnell klar, warum das so ist. Das Gewicht der Warensendung beträgt insgesamt rund 44 Kilogramm. Wir entnehmen den beiden Kartons insgesamt 11 blitzsauber verarbeitete Holzteile. Vergebens suchen wir Schrauben oder sonstige Montageteile, der Stockinger kommt als reine Holzkonstruktion mit zimmermannsmäßigen Holzverbindungen ohne aus.

Schnell noch ein Blick in die wirklich gut gemachte Aufbauanleitung. Sehr schön erklärt und bebildert verstehen wir auf Anhieb was zu tun ist. Mit zwei Mann gelingt die Montage beim ersten Mal in knapp 5 Minuten. Respekt!

Zuerst verbinden wir die drei Rungenpaare mittels den Schwalbenschwanz-Verbindungen. Denkbar einfach passen die Fräsungen ineinander. Wichtig ist nur, dass man die Bauteile genau im rechten Winkel zueinander fügt. Anschließend werden die Hölzer mit einem leichten Schlag vorgespannt. Zum Schluss verbinden wir die Rungenpaare mit den beiden kurzen Koppelstücken - und fertig. Mit etwas Übung gelingt uns der Ablauf bei den darauffolgenden Arbeiten in drei bis vier Minuten.

Und ebenso einfach lässt sich am Arbeitsende der Bock mit einem leichten Hammerschlag wieder auseinander bauen.

Die einfache Montage prädestiniert den Stockinger für den mobilen Einsatz - wenn da nicht das hohe Gewicht und das doch recht große Transportvolumen wäre. Doch dazu mehr mehr im nächsten Abschnitt.

Fotostrecke "Montage"

Technische Daten

OK, ein Leichtgewicht ist der Stockinger wirklich nicht. Wir wiegen jedes Teil und kommen so auf ein Gesamtgewicht von 44 Kilogramm. Das ist eine Menge Holz - im Wahrsten Sinne des Wortes. Der Scheitholzbock wird aus massivem Fichten Leimholz gefertigt. Die Rungenpaare bestehen aus 10x12 cm BSH-Holz, die beiden Koppelstücke, mit denen die Rungenpaare verbunden werden, aus 10x16 cm BSH-Holz.

Bei genauer Betrachtung der Konstruktion wird einem aber schnell klar, dass hier die professionelle Bauweise ihren Tribut bezüglich des Gewichts und des Transportvolumens fordert. Für den Praktiker: Wenn Sie den Stockinger-Scheitholzsägebock im Kofferraum transportieren möchten, müssen Sie einen „Paket“ mit den Maßen (L x B x H) 100 x 36 x 30 cm zusätzlich zum Werkzeug einplanen.

Die einzuschneidenden Holzscheite liegen auf den Lagerhölzern 30 cm über dem Boden. Der Abstand nach unten hin reicht völlig aus, damit die Motorsäge nach dem Durchtrennen der Hölzer nicht den Boden berührt. Die lichte Weite der Rungenhölzer beträgt 37 cm, die lichte Höhe 72 cm. Daraus ergibt sich ein Volumen von 0,27 Raummeter (RM) Holz. Umgerechnet bedeutet das, dass mit vier Ladungen ca. 1 RM Brennholz verarbeitet werden kann.

Allen qualitätsbewussten Brennholzwerbern sei an dieser Stelle noch gesagt, dass der Stockinger im KWF-Test überzeugen konnte und das KWF-Standardzeichen trägt.

Fotostrecke "Technische Daten"

Der Stockinger Scheitholz-Sägebock im Praxistest

Stockinger-Sägebock im Praxistest

Bei der Arbeit stellt sich schnell das hohe Gewicht als leichtes Handicap heraus. Soll ein Standortwechsel durchgeführt werden, ist der zweite Mann für den Transport fast unerlässlich. Durch das relativ sperrige Volumen lässt sich der Sägebock kaum alleine tragen. Beim Versuch, den Sägebock durch wegziehen zu bewegen, lösen sich die Holzteile. Also, warten auf den Helfer und weiter geht es.

Das Bestücken mit Scheitholz geht zügig von der Hand. Der Sägebock ist so stabil, dass die Holzscheite auch ergonomisch günstig abgeworfen werden können. Entsprechend der Betriebsanweisung legen wir die Meterstücke linksbündig ab. Nach 1/4 Raumeter kann die Sägearbeit beginnen.

Ein markieren der Sägestellen ist nicht notwendig. Der Scheitholzbock ist so konstruiert, dass die jeweils rechts von der Motorsäge befindliche Runge als Führung benutzt werden kann. Wir halten also den Kettenraddeckel der Säge an die mittlere Runge an und los geht´s. Unsere Säge durchtrennt die Holzscheite in weniger als 2 Minuten.

Der Sägebock ist konstruktiv abgestimmt auf Sägen mit einer Schnittlänge (nicht Führungsschienenlänge!) von 38 - 40 cm. Mit unserer Testsäge durchtrennen wir die Hölzer mit zwei Schnitten in die 33 cm langen, ofenfertigen Holzscheite.

Doch was passiert, wenn die Schnittlänge kürzer oder länger ist? Bei kürzeren Schienen würde das Holz nicht vollständig durchtrennt. Von der gegenüberliegenden Seite kann auch nicht vollständig geschnitten werden, da die mittlere Runge und im unteren Bereich die Koppelstücke im Weg sind. Eine längere Führungsschiene hingegen (über 40 cm Schnittlänge) würde in die Koppelstücke sägen. So oder so stehen wir diesem konstruktivem Handicap kritisch gegenüber.

Vom Hersteller wird auf diesen Umstand im Bestellformular aber auch hingewiesen. Er bietet sogar ohne Aufpreis an, den Stockinger Scheitholz-Sägebock individuell zur verwendeten Schienenlänge anzufertigen. Ein guter Service, wie wir finden. Stellt sich nur noch die Frage, was bei einem Sägenneukauf mit anderer Schienenlänge passiert.

Nach den beiden Tennschnitten entladen wir die ofenfertigen Holzscheite in die bereitgestellte Schubkarre. Nach 2/3 der eingeschnittenen Holzmenge ist unsere Schubkarre voll. Hier wird die größere Befüllmenge nochmals deutlich.

Fotostrecke "Praxistest"

Fazit

Die hochwertige Verarbeitung und vor allem die einfache Montage sind unserer Meinung nach gute Argumente für den Stockinger Scheitholz-Sägebock. Das er dabei ganz ohne Metallteile auskommt, unterstreicht die wirklich innovative Konstruktion und gewährleistet zudem die Arbeitssicherheit für den Motorsägenführer.

Als Nachteil haben wir das hohe Gewicht, dass Transportvolumen und das nicht ganz so einfache Handling empfunden. Die Fixierung auf eine bestimmte Schienenlänge sei hier nochmals erwähnt. Zudem befindet sich nahezu die gesamte Schienenlänge beim Sägevorgang im Holz. Das erfordert eine angemessene Motorleistung, die viele Hobbysägen mit einer 40 cm langen Führungsschiene oftmals nicht haben.

Standard-Sägebock vs. Scheitholzsägebock

Im Raum steht immer noch das Argument, dass die Motorsägenlaufzeiten kürzer und der Arbeitsfortschritt höher ist. Mit einem einfachen Versuch wollen wir den Behauptungen nachgehen.

Wir legen 2 Raubeigen (Holzstapel) mit gleichem Volumen zurecht. Einen Stapel wollen wir mit einem Standard-Sägebock auf 33 cm Länge schneiden, den anderen Holzstapel schneiden wir mit dem Speedbock auf fertige Ofenlängen.

Im Ein-Mann-Verfahren gehen wir beim Standard-Sägebock wie folgt vor: Das erste Scheitholz wird eingelegt, die Säge wird gestartet und das Holzstück eingeschnitten. Anschließend wird der Sägebock entleert und der Zyklus beginnt von neuem. Auf ein andauerndes Starten und Stoppen der Säge verzichten wir aus ergonomischen Gründen.

Beim Arbeiten mit dem Scheitholzbock sieht der Arbeitsablauf wie folgt aus: Der Bock wird mit 10 Meterscheiten bestückt - anschließend wird die Säge gestartet und das Holz eingeschnitten. Im dritten Arbeitsgang wird das gesamte Holz in eine Schubkarre verladen.

Wir ermitteln die Gesamtzeit für den jeweiligen Test sowie alle 15 Sekunden, welche Tätigkeit (gegliedert in die Teilarbeiten „Sägebock bestücken“, „Holz sägen“, „Sägebock entladen“) gerade verrichtet wird. Daraus ergibt sich eine Verteilung der Arbeitszeiten je Arbeitsablauf.

Und in der Tat geht die Arbeit mit einem Scheitholzsägebock schneller vonstatten. Mit dem Speedbock ist die Arbeit in 5 Minuten und 26 Sekunden erledigt. Durch die ständig wechselnde Arbeit mit dem Standard-Sägebock (Beladen, Sägen, entladen usw.) dauert die Arbeit für die bereitgestellte Menge 06:21 Min:Sek.

Bezogen auf 1 Raumeter Holz bedeutet das einen Zeitvorteil von ca. 6 Minuten. Das Argument hat sich also bestätigt.

Noch eindeutiger sieht es bei den Laufzeiten der Motorsäge aus. Bei der Arbeit mit dem Standard-Holzsägebock lassen wir die Säge beim Bestücken bzw. Entnehmen der Hölzer laufen. Bei der Arbeit mit dem Speedbock läuft die Säge insgesamt 01:18 Min:Sek, beim Standardbock läuft die Säge insgesamt 02:55 Min:Sek. Damit bestätig sich auch dieses Argument, dass mit einem Scheitholzsägebock die Motorsägenlaufzeit minimiert wird.

Fotostrecke zum Vergleichstest

Und zum Schluss...

Zugegeben, ein Standard-Sägebock aus dem Baumarkt kostet deutlich weniger wie die hier vorgestellten Testprodukte. Betrachtet man aber das Preis-/Leistungsverhältnis, so fällt das Fazit ganz anders aus.

Mit den hier vorgestellten Scheitholz-Sägeböcken gelingt die Arbeit bei fachgerechter Anwendung sicherer, ergonomischer und effizienter. Ob der Vorteil von 6 Minuten je Raummeter ausschlaggebend ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Für uns steht daher an erster Stelle der deutliche Zugewinn in der Arbeitssicherheit. So regelt die "Unfallverhütungsvorschrift Forst", dass im Schwenkradius von 2 Metern um den Motorsägenführer herum sich keine weitere Person aufhalten darf. Wir halten diese "Vorschrift" für vernünftig, auch wenn sie für den privaten Brennholzselbstwerber auf dem privaten Grundstück nicht verbindlich ist. Im Umkehrschluss bedeutet das dann aber, dass ein Helfer, der das Holz beim Sägen festhält, zwangsläufig im Gefahrenbereich der Motorsäge steht. Das spricht eindeutig gegen dieses Arbeitsverfahren und gleichzeitig für den Einsatz der hier vorgestellten Produkte.

Die Motorsägenlaufzeit wird optimiert und das wird Ihnen die Nachbarschaft danken. Alles in allem also viele Gründe, die eine klare Kaufempfehlung der hier vorgestellten Produkte rechtfertig!